FastGuido <FastGuido(at)gmx.ch>

Mein langjaehriger Reisepartner FastGuido ist seit 04.04.04 wieder unterwegs. Dieses Mal geht es mit seinem Motorrad "Kilometerfresser" (KTM 640 Adventure) um die Welt: Europa Afrika Amerika Australien Asien Europa. In Afrika reist er 9 Monate mit Arne aus Deutschland.

Guido's time:

25.12.2007 FastGuido in Baja California Mexico

1. Deutsch
2. English

1. Deutsch: Liebe Familie, Liebe Freunde, Hallo zusammen

Nach Prudhoe Bay in Nord Alaska sind wir runter durch Alaska, Canada und nach New York rueber. Weiter runter nach Key West Florida und von da nach San diego Californien. Ueber Weihnachten wollten wir ein paar Tage an den Strand und deswegen sind wir nun bei Mulege in der suedlichen Baja California. Tatsaechlich, das mit den kurzen Hosen funktioniert. Weihnachten am Strand. Ich wuensche euch allen schoene Weihnachten und guten Rutsch ins 2008!

FastGuido


02 English: Hello everybody

After Prudhoe Bay in North Alaska, we went down through Alaska and Canada to New York, then through some Whiskey Distilleries to Key West, then to San Diego California and for christmas for some days down to the Baja California in Mexico. Thats where I am now, wishing you a merry christmas and a successful 2008 - all the best - FastGuido

25.12.2007 FastGuido in Prudhoe Bay, North Alaska

1. Deutsch
2. English
3. Français
4. Español

1. Deutsch: Liebe Familie, Liebe Freunde

12. Sept 2007 in Prudhoe Bay Nordalaska. Also es war so: Nachdem ich in Cancun Yucatan Mexico Esthi vom Flughafen abgeholt hatte, verbrachten wir einige Tage im paradiesischen Tulum. Von nun an war meine OneManArmy auf 2 angewachsen. Wir durchquerten Mexico in der Regenzeit und hatten 5 Platten am Hinterrad nacheinander. In Texas trafen wir Pit und nun waren wir eine 3ManArmy mit einem Motorrad und einem Auto(Pit's Chevrolet Suburban 5.7). Von nun an verbesserte sich unsere Lebensqualitaet wesentlich, sogar einen 2-Pfannen-Gaskochherd hatten wir dabei. Gar nicht zu sprechen von Pit's HomeKino ab Laptop. Wir schauten uns einige Nationalparks an wie Monument Valley, Mesa Verde, Yosemite NP. Wir probierten die USA im Midwest zu durchqueren, aber meine KTM ging mehrmals kaputt. Zum Glueck hatten wir das Auto dabei. So konnte ich mir das Thema “Autostop mit kaputtem Motorrad” diesmal ersparen. Raeder Schutzblech Cockpit weg und die KTM ins Auto gestopft, so fuhren wir bei den Werkstaetten vor. Das ist meine Art, die lokale Bevoelkerung dieses Planeten kennenzulernen: Ich fange bei den Mechanikern an. Trotz allem waren wir schliesslich am 3. August in Sturgis (South Dakota) zur "Sturgis Bike Week 2007", dem groessten Motorradtreffen der Welt. 450 000 Biker sollen es dieses Jahr gewesen sein. Jeden Abend hatte es so viele Konzerte an verschiedenen Orten, dass wir gar nicht alle guten Bands anschauen konnten. Aber Kenny Wayne Shepherd Band, Dokken, Black Stone Cherry, Ted Nugent, Joan Jett, Jackyl und Papa Roach haben wir gesehen und genossen. Und ZZ Top, Warrant, White Lion, Foreigner usw. usw. haben wir ausgelassen. An einem Tag gingen wir Boss Hoss Bikes testfahren. Das sind amerikanische Motorraeder mit Chevy-Motoren drin. 355 PS, 450 kg, nichts fuer Fliegengewichte. Das war geil. Pit hat nun ein neues Sparziel, ich warte noch auf die Boss Hoss Enduroversion. Dann steige ich ein.

Wieder on the road, steuerten wir Mount Rushmore, Minot ND und Seattle WA (Hallo Trudy+Chaim!) an. Von hier flog Pit fuer 4 Wochen in die Schweiz. Das Luxusleben war vorbei und wir waren wieder zu zweit mit Gepaeck auf der KTM. Via Vancouver Whistler (Hallo Veloli!) Prince George und Whitehorse durchquerten wir Kanada nordwaerts. Es wurde immer kaelter. Ich hatte 4 Hosen uebereinander und 9 Schichten am Oberkoerper. So fuhren wir nach Alaska rein. Der Schnee lag schon auf den Bergen und war parat uns aufzufressen. Wir fuhren in den Taelern zwischendurch. In Fairbanks bei KTM-Bob gabs neue Stollenreifen. Die letzte Etappe der Panamericana stand bevor. Auf dem Dalton Highway gings auf Schotterpiste nach Norden. Die KTM setzte manchmal fuer 2 Sekunden aus, lief aber dann wieder. Toent nach Kurzschluss. Ignorieren, weiter, solange die Kiste laeuft. Nach dem Atigun Pass ueber die Brooks Range gibts keine Baeume mehr. Hier ist Tundra und Permafrost angesagt. Endlich treffen wir am 12. Sept. 2007 in Prudhoe Bay ein und gehen uns im Brudhoe Bay Hotel die Finger, Zehen und Knie auftauen. Das Kaff Prudhoe Bay ist eine negative Ueberraschung. Entstanden wegen der Oelindustrie, gibt es hier nur Firmengelaende. Keine Privathaeuser. Kein Restaurant. Keine Bar. Kein Alkohol. Das macht das Feiern schwierig. 2 Hotels und eine Tankstelle ist alles, was wir finden. Das billigere Hotel kostet 200 Dollar. Wir wollen aber trotzdem nicht draussen schlafen, es gibt keinen Camping.

Prudhoe Bay ist auf dem 71sten noerdlichen Breitengrad, weiter hoch kann man nicht fahren, wir sind am Strand des Beaufort-Meeres angelangt. Von hier sind es nur noch 2000 km bis zum Nordpol. Wir sind spaet dran hier oben. Jeden Tag kann es zu schneien beginnen. Der Schnee geht dann nie mehr weg bis im Fruehjahr und das bedeutet in ca. 8 Monaten. Ich haette dann ein Problem: mit dem Motorrad kann man nicht im Schnee fahren.

Ich habe wieder ein Etappenziel geschafft: Die ganze Panamericana von zuunterst (Ushuaia in Tierra del Fuego Argentina) bis zuoberst (Prudhoe Bay in Nordalaska) liegt hinter mir.

Noch einige Daten zu meiner Motorradweltreise: 33 Monate on the road, 39 Laender besucht, 92000 km auf dem Klicker, 4. Vergasernadel drin.

Vor 4 Jahren im Juni 2003 habe ich aufgehoert zu arbeiten. Und von meiner Weltreise habe ich erst die Haelfte geschafft: Europa Afrika Amerika. Australien Asien und Europa stehen noch bevor. Spekulanten, Hochrechner und Wahrscheinlichkeitstheoretiker werden nun behaupten, meine Reise werde total 8 Jahre dauern. Ich nehme dazu keine Stellung.

Einigen Leuten habe ich auf ihr Privatemail noch nicht geantwortet – Sorry. Ich habe in den letzten 12 Monaten fast 50000 km gemacht und ich ersaufe in den emails. Zum Beispiel heute heisst es in meinem Account: 177 emails in ihrem Posteingang. Ich sollte mal eine Computerwoche einlegen. Aber das kannst du vergessen, der Schnee sitzt uns im Nacken. Wir hauen besser ab nach Sueden.

Ab und zu gibts neue Fotos und Text auf meiner homepage: http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Wenn ich dich aus dem Emailverteiler nehmen soll, antworte und schreibe UNSUBSCRIBE im Titel/Subject.

byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyye - FastGuido

02 English: Hello my friends

12. Sept 2007 in Prudhoe Bay, North Alaska. After having picked up Esthi from the Airport in Cancun Mexico, we spent a couple of days at the beaches in Tulum. Now my OneManArmy has grown to a TwoManArmy. We traversed Mexico in the rainy season and had a serie of 5 flat tires on the back wheel. In Texas we met Pit aka Pete aka Hell-Pit and now we were a ThreeManArmy. With a bike and a car (Pit's Chevrolet Suburban 5.7). As of now, our spartan living standard improved dramatically, we had a 2 pan stove and Pit's home-cinema from laptop. We visited some National Parcs like Monument Valley, Mesa Verde and Yosemite. We tried to traverse the US in the midwest, but my KTM broke down several times. So we put it in the car and drove it to the workshop. Thats my may of getting to know the local population of this world: I start with the mechanics. However, on the 3rd of August we arrived in Sturgis (South Dakota) for the "Sturgis Bike Week 2007". Worlds largest bike meeting is held for the 67th time and 450 000 bikers made it this year to that great party. Every evening there were more good concerts than we could visit. We saw Kenny Wayne Shepherd Band, Dokken, Black Stone Cherry, Ted Nugent, Joan Jett, Jackyl and Papa Roach. ZZ Top, Warrant, White Lion and Foreigner we skipped. One of these days we went to testride Boss Hoss Bikes. These are american bikes with a Chevy 8 Cylinder engine. 355 horses, 450 kg/900 pounds weight. That was awesome. When they start making a Enduro Version, I will get one. OK, I mean, after the bank robbery.

Back on the road we went to see Mount Rushmore, Minot ND (Hi Debbie Dean Kelly Nathan Sean!) and Seattle WA (Hi Trudy+Chaim!). From here, Pit flew home to Switzerland for 4 weeks. Entering Canada, we were two on the bike again with our luggage and the sparten life restarted. Via Vancouver (Hola Luis Stefi BikeMike!), Whistler, Prince George and Whitehorse we traversed Canada. The more towards the north we headed, the colder it got. With 4 layers of pants and 9 layers under the jacket, we entered Alaska. With snow on the mountains we made it through the valleys and got new knobbly tires in Fairbanks at KTM Bob (Hey Bob how's the MukTuk?). Over the Dalton Highway we headed north on gravel road, as the KTM stopped working several times for 2 seconds, but then would continue. Never mind, keep on going as long as it runs. You go over the Brooks Range via the Atigun Pass, and after that there are no more trees, just Tundra and Permafrost. Finally we arrive in Prudhoe Bay on Sept. 12th 2007 where we enter the Prudhoe Bay Hotel to defreeze our fingers, toes and knees. The town of Prudhoe Bay is a negative surprise. Built up because of the oil, it is all industry. There are no private houses. No restaurant. No bar. No alcohol, which makes it difficult to celebrate. 2 hotels and a fuel station is all we find. The cheaper of these 2 hotels costs 200 dollars.

Prudhoe Bay is located on the 71st northern latitude, you can't drive any further north, you are at the shores of the Beaufort Sea. About 2000 kms/1300 miles left to the north pole. We are quiet late up here for this year, any moment it can start to snow. Once the snow is here, it will not go away until spring and that means in about 8 months.

So I made it to the end of another leg of my trip, the american leg. I have finished the whole Panamericana which starts in Ushuaia, Tierra del Fuego, Argentina and ends up here in Prudhoe Bay, North Alaska.

Now let me give you some details about my motorcycle worldtrip: 33 months on the road, 39 countries visited, 92000 km/57000 miles on the click, and I am now using the fourth carburetor needle.

I have stopped working 4 years ago, in June 2003 and I have only gone around half of the world. Europe Africa and America are traversed. Australia, Asia and Europe are still to come. Speculators will now say my trip will last 8 years. I say nothing.

I havent answered to some peoples private emails - sorry for that. I have travelled almost 50000 km/31000 miles in the last 12 months and I am drowning in emails. I should stop traveling now for a computerweek, but forget that, I better escape the snow to the south.

>>>>From time to time there is new fotos and text on my homepage:

http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Do you want to be taken out of my emaillist? Answer with UNSUBSCRIBE in the subject.

byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyye - FastGuido

03 Français: Bonjour mes amis!

12. Sept 2007, Prudhoe Bay, Alaska du Nord. Alors cette version francaise sera un peu plus court que la version allmande ou anglaise que tu peut-etre preferes de lire. Quand meme: Apres avoir cherche Esthi a l'aeroport de Cancun Yucatan Mexico, on a passe quelques jours a Tulum, marveilleux. Traverser Mexique au temps de pluie n'etait pas le grand plaisir, surtout ayant eu 5 pneus degonflees. Au Texas, Pit nous a joigne (?) et a partir de maintenant nous etions 3 avec 1 moto et une bagnole (le Chevrolet Suburban 5.7 de Pit). Nous avons traverse les etats unis au milieu et visite des parcs nationaux comme Monument Valley, Mesa Verde et Yosemite. Ma KTM a arrete de marcher plusieurs fois mais finalement on est arrive le 3 aout 2007 a Sturgis au Dakota Sud pour la Sturgis Bike Week 2007. La concentration de motos plus grande du monde a attire 450 000 motards cette annee, et nous avons vu beaucoup de concerts, comme Kenny Wayne Shepherd Band, Dokken, Black Stone Cherry, Ted Nugent, Joan Jett, Jackyl und Papa Roach. Un de ces jours nous avons testes les motos de BOSS HOSS, une marque americaine qui integre des moteurs Chevrolet avec le resultat de 355 cheveau et 450 kg de poids. Ca c'etait formidable.

Puis nous avons visite Mount Rushmore, Minot ND et Seattle WA. La, Pit est retourne pour la Suisse pour 4 semaines et nous avons continue les deux sur la moto avec notre bagage. Via Vancouver Whistler Prince George et Whitehorse on a traverse le Canada vers le nord. Avec 4 pantalons un sur l'autre, et neuf niveaux de vetements sous la veste, on est entre au Alaska. On a quitte Fairbanks avec des nouveaux pneus crampons pour attaquer vers le nord. Le Dalton Highway avec ces 900 kms nous a emporte jusqu'a Prudhoe Bay, le dernier village au nord d'Alaska. Ici la Panamericana termine. On ne peut plus continuer, on est au bord du Mer Bering. Seulement 2000 km manquent jusqu'au pol nord. Prudhoe Bay n’a pas grande chose a offrir, pas de maisons prives, pas de bar, pas d alcohol. Alors c'est dificile a feter.

Alors j'ai termine l’Amerique du sud au nord, suivant plus ou moins la Panamerincana. Je suis 33 mois en route, 39 pais visites, 92000 km sur la moto et j'ai vu seulement la moitie du monde: Europe Afrique et Amerique. Australie, Asie et Europe vont suiver.

De temps en temps je mets des fotos et du text sur ma homepage: http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Si tu ne veux plus recevoir mes emails, reponds et ecris UNSUBSCRIBE dans le titre.

a bientooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooot - FastGuido

4. Español: ¡Hola!

12. Sept 2007 en Prudhoe Bay, Alaska del Norte. Bueno, esta version espanola esta un poco mas corta que la version alemana o inglesa que talvez prefieres de leer. Igual: despues de haber buscado Esthi al aeropuerto de Cancun Yucatan Mexico, pasabamos unos dias maravillosas en la playa de Tulum. Traversando todo Mexico en el tiempo de lluvia, tuvimos una serie de 5 neumaticos rotos. En Texas, encontrabamos a nuestro amigo Pit de Suiza. A partir de ahora estuvimos un grupo de 3 viajando juntos. La vida espartana se mejoro dramaticamente con el hecho que Pit se compro un coche, un Chevrolet Suburban 5.7 litros. A partir de ahora tuvimos menos equipage sobre la moto y hasta un cine privado del portatil del Pit. Traversando los EEUU en el centro y visitando unos parques nacionales como el Monument Valley, Mesa Verde y el Yellowstone, llegabamos el 3 de septiembre 2007 en Sturgis South Dakota por la concentracion de motos STURGIS BIKE WEEK 2007, la concentracion de motos mas grande del mundo. Esta concentracion attiro 450 000 motociclistas este ano. Las noches, fuimos a ver conciertos de grupos como Kenny Wayne Shepherd Band, Dokken, Black Stone Cherry, Ted Nugent, Joan Jett, Jackyl y Papa Roach. Un dia fuimos a probar las motos de la empresa americana BOSS HOSS. Ellos integran motores de Chevrolet en motos con el resultado de 355 cavallos y 450 kilos de peso. Fue una experiencia extraordinaria conducirlos. Ahora a Pit le gustaria comprar una. Yo tambien, cuando salen una version Enduro y despues de haber conseguido robar un banco. Despues fuimos a visitar el monumento de Mount Rushmore, y ciudades como Minot ND y Seattle WA. Ahi Pit tomo el avion para volver a Suiza por 4 semanas. Nosotros seguiabamos los dos sobre la moto con mucho equipage entrando Canada. Via Vancoucer (Hola Luis y Stefi!), Whistler, Prince George y Whitehorse empujabamos contre el norte. Con 9 niveles de ropa arriba y 4 pantalones entrabamos a Alaska. Cada dia hizo mas frio. En Fairbanks comprabamos dos nuevos neumaticos de tacos para empezar el Dalton Highway contre el norte. Sobre ripio conducimos los 900 kms hasta Prudhoe Bay, el ultimo pueblo en el norte de Alaska. Aqui se termina la carretera en la playa del mar Beaufort. Faltan solo 2000 kms hasta el polo norte. Aqui en Prudhoe Bay tambien se termina la Panamericana que mas o menos seguio desde su origen en Ushuaia en Tierra del Fuego Argentina hasta su fin aqui. Ahora estoy 33 meses de viaje, 39 paises y 92000 kilometros sobre la moto. Pero solo he visto la mitad del mundo: Europa Africa y America. Los continentes que van a seguir son Australia Asia y al final Europa de nuevo.

Ahora hay unas personas que no han recibido respuesta sobre su email privado, y me da pena de todavia no haber contestado. Disculpa. Pero en los ultimos 12 meses he viajado casi 50000 kms y no llego a contestar todos. Lo que haria falta ahora es "una semana de ordenador", pero ahora mismo prefiero de escapar la nieve que puede llegar cada dia aqui.

De vez en cuando hay fotos nuevas y texto en mi pagina web: http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Si no quieres recibir mas emails de mi, respuesta y escribe UNSUBSCRIBE en el titulo/subject.

Hasta ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooootro - FastGuido

6.6.2007 FastGuido in Central America: In 7 countries in 7 days

HI here is the latest update on my traveling stories

After leaving Cartagena Colombia on a 17m/55ft Sailing Yacht that brought me in
5 days to Carti in Panama, I organised some things in Panama City.
SAT May 26 Traversing PANAMA until the town of David
SUN May 27 Entering and traversing COSTA RICA until Liberia
MON May 28 Entering and traversing NICARAGUA until Esteli
TUE May 29 Entering and traversing HONDURAS until Siugatepeque
WED May 30 Entering and traversing GUATEMALA until Tikal
THU May 31 Visiting the Maya pyramids of Tikal, entering BELIZE and the KTM
stops working. I find out it runs in idle, so I continue in idle to the next bar
called Amigos.
FRI Jun 01 Finding a mechanic, changing the broken needle in the carburetor,
traversing BELIZE and entering MEXICO until Chetumal.

The next day brought me to Tulum, a little beach resort with white sand beaches,
turquise waters, palm trees and few tourists. After exploring the peninsula
towards Punta Allen, I slept a night on a wooden fisherplatform in my tent,
wonderful.
I headed on to Cancun Yucatan and thats where I am now, trying to find out if
CORONA is better than SOL and burning my tongue with spicy mexican food.
Even into the beer, they put Tabasco sometimes.

If you are in the area, we should go for a beer. I am in Hotel Cotty, Room 114,
Avenida Uxmal 44, Cancun Viejo, Tel +52 / 998 / 884 05 50

byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyye - FastGuido in Cancun Yucatan Mexico

20.3.2007 DIE BESTEIGUNG DES ACUNGAUA 

Eigentlich wollte ich von Santiago de Chile nach Mendoza Argentina in einem Tag fahren. Aber ich war spaet dran, weil ich wieder mal mein Gepaeck neu umgepackt hatte. Dazu muss man die Anden ueberqueren und ueber einen Pass fahren, der heisst Cristo Redentor und ist 2800 m hoch. Auf der Passhoehe hat es einen Tunnel und davor hat es ein fuer mich verlockendes kleines Schild: ALTERNATIVA steht drauf. Es fuehrt von der Teerstrasse weg und auf einem schmalen steilen Schotterpfad ueber viele Wendungen den Hang hinauf. Mein Kilometerfresser verliert an Power als ich nach unendlichen Kurven auf 3800 m ankomme. Da steht ne grosse Statue vom Cristo Redentor. Auf dieser Hoehe musste man frueher die Anden ueberqueren, bevor der Tunnel gebaut wurde.

Auf der anderen Seite geht es ueber viele Serpentinen wieder runter. Dann kommt der argentinische Zoll. Als ich das hinter mir habe, ist es dunkel und ich suche mir einen Platz 50 m neben der Hauptstrasse um mein Zelt aufzustellen.
Als es am anderen Tag hell ist, will ich mir den Ort Puente del Inca anschauen,
bevor ich nach Mendoza weiterziehe. Ich weiss naemlich, dass von hier die Aconcagua-Besteigungen beginnen. Ich weiss aber auch, dass der Permit fuer den Park 400 USD kostet, deswegen plane ich nur ein Foto von dem Berg zu machen und weiterzufahren.

 In Puente del Inca komme ich mit professionellen Tour-Operators der Firma Aymara ins Gespraech, welche mir eroeffnen, dass es auch kuerzere und billigere Permits gibt. 1 Tag 30 Pesos, 3 Tage 100 Pesos, 7 Tage 150 Pesos, und fuer die Gipfelstuermer 20 Tage 700 Pesos.

Jetzt sieht es schon anders aus. Mit einem 3 Tage Permit koennte ich bis zum Base Camp "Plaza de mulasâ" auf 4400 m hochlaufen. Dort lassen die Profis die Lederschuhe zurueck und legen los mit "Doble botas/double boots", das sind Doppelschalen-Plastikbergschuhe mit einem waermendem Einsatz, unverzichtbar fuer Kaelten ab 5000 m. Das Base Camp des Aconcagua, das waere doch was.

Als ich noch erfahre, dass ich von Aymara ein Zelt mieten kann, das bereits schon oben ist und ich nicht rauftragen muss, ist mein Entschluss gefasst: Ich

will zum Base Camp "Plaza de mulasâ" auf 4400 m aufsteigen und mich da mal umsehen. Ich kann mein Motorrad und mein Gepaeck bei Aymara in einem Schopf in Puente del Inca unterstellen, organisiere alles, miete einen grossen Rucksack und lege noch am gleichen Tag los (zu meinem ersten Anlauf).

Tag 1: Es ist der 15. Feb 2007 und ich laufe von Puente del Inca auf 2700 m bis nach Confluencia auf 3400 m hoch. Dort steht mein Mietzelt schon fuer mich bereit, ich rolle meinen Schlafsack aus und schlafe ein.

Tag 2: Ich packe meinen Rucksack, es ist kalt, und voller guter Absichten marschiere ich los, denn heute ist eine grosse Etappe angesagt: von Confluencia nach Plaza de Mulas sind es 20 Kilometer Distanz und 1000 Meter Hoehendifferenz, und das alles in einem langen Tal mit lockerem Schotter. Das Wetter verschlechtert sich, ich bin alleine unterwegs, nicht viel andere Leute zu sehen, und nach 2 Stunden bin ich ploetzlich in einem Gemisch aus Sandsturm und Schneesturm. Die Zaehne knirschen vom Sand im Mund. Der starke Wind weht einem beim Laufen hin und her. Der Weg ist nicht mehr erkenntlich und ich war noch nie hier, kann die Weiterfuehrung des Pfades nicht mal vermuten. Ich will hinter dem Piedra Grande, einem markanten grossen Fels, warten bis das Getoese vorbei ist.

Das stellt sich nach 10 Minuten als Illusion heraus, da es einfach zu kalt ist. Ich muss laufen, um Koerperwaerme zu produzieren. Ich habe nur Jeans an, eine Fleecejacke und eine Windstopperjacke. Desweiteren kommt ein professioneller Guide anmarschiert und verraet mir, dass es wettermaessig die naechsten vier Tage so weitergeht.

So muss ich meinen ersten Anlauf schon auf 3600 m aufgeben und muss ganz runter nach Puente del Inca, um waermere Kleider zu holen. Abends komme ich dort an und rueste mich besser aus: lange Unterhosen unter die Jeans, MotoCross-Brille, Ueberhandschuhe, .... der Rucksack wird schwerer.

Ich erfahre spaeter, dass dieser Sturm schrecklich gewuetet hat oben in Plaza De Mulas und 7 grosse Zelte der Tour Operators weggefegt und zerstoert hat.

2. Anlauf: Anderntags lege ich wieder los. Beim Park Gate in Horcones muss ich schon wieder einen neuen Permit fuer 3 Tage kaufen und man schenkt mir einen Tag, so dass ich total 7 Tage habe, wovon 2 aber schon vorbei sind. So komme ich am Tag 3 abends wieder in Confluencia auf 3400 m an und kriege wieder ein Mietzelt. Ich erklaere Cecilia von Aymara wie man Gluehwein macht, der den Koerper von innen aufwaermt.

Tag 4: Wieder stehe ich vor der langen Etappe nach Plaza de Mulas. Ich plane 3 x 30 Min Pause ein in diesen 20 km und so stehe ich abends auf 4400 m im Base Camp Plaza De Mulas und kriege von Aymara ein Mietzelt. Ich habe dicke Wurstfinger, leide unter Schlaflosigkeit, aber habe keine Kopfschmerzen.

Tag 5: Akklimatisation und Ruhetag. Ich nehme mir vor nichts zu machen und erkunde das Base Camp. Das Wetter ist unfreundlich und Schnee faellt, wenn auch nicht viel. Wenn man von hier 20 Min rueberlaeuft ins "Refugio/Hotel" kriegt man sicher die Knochen wieder aufgewaermt, denke ich. Fehlanzeige. Im hoechsten Hotel der Welt hat es im Esssaal nur 14 Grad und das Fruehstueck ist auch seine 7 Dollar nicht wert. Retour im Camp kriege ich beim Tour Operator GEO TREK eine Tasse Hot Chocolate und anderswo heisst es gross HOT SHOWER aber ich glaube nicht dran. In einem Zelt hat es Internet und Satellitentelefon. Ich erfahre, dass diese Saison 2 Leute am Berg umgekommen sind, ein Englaender und ein Pole.

Ich lerne den Argentinier Jorge kennen, der mich zum Nachtessen einlaedt. Es stellt sich raus, dass er "Profesorâ" an der Universitaet von Cordoba ist und "Andinismoâ" lehrt. In Europa wuerde man es "Alpinismo" nennen, aber hier sind wir in den Anden. Er geht jedes Jahr auf den Aconcagua und war schon 6 Mal oben. Ich erzaehle ihm von meinem Permit, der mir nicht erlaubt, weiter hinauf zu steigen, und er empfiehlt mir, morgen einfach ohne zu Fragen und ohne Permit loszulegen. Ich verbringe eine weitere Nacht ohne viel zu schlafen, denn mein Schlafsack ist nicht ausgelegt fuer Minus 10 Grad. Ausser den Schuhen habe ich alle Kleider an, aber es reicht noch nicht. Es ist wirklich kalt hier. Und das Zelt von Aymara ist ein Sommerzelt und der Wind blaest zu den Moskitonetzschlitzen rein.

Ich erfahre, dass oben aus einer Gruppe von Polen ein Mann verschwunden ist.

Tag 6: Ich nehme mir Jorges Rat zu Herzen und komme nachmittags auf dem Cerro Bonete 5004 m an. Mein erster 5000er. Ich bin gluecklich. Die 600 Hoehenmeter waren gar nicht so happig. Hier oben hat man eine tolle Rundsicht. Von hier haette man auch eine gute Sicht auf den Aconcagua, aber dessen Spitze ist in den Wolken versteckt. Abends zurueck im Base Camp lege ich mir die Fakten zurecht, was mir noch fehlt, um auf den Aconcagua weiter aufzusteigen. Ich hab grad eine experimentelle Phase und nach der guten Erfahrung auf dem Cerro Bonete denke ich tatsaechlich ueber den Aconcagua nach, der natuerlich eine andere Schuhgroesse ist.

Mir fehlt erstens: Food. Den koennte ich bestenfalls im Base Camp zusammenkaufen.

Mir fehlt zweitens: Profi-Ausruestung die zwischen 5000 und 7000 m verhaelt. Die koennte ich evtl. auch bei den Tour Operators im Base Camp zusammenmieten.

Mir fehlt drittens: der 20 Tage Permit um auf den Gipfel zu steigen. Nach Diskussionen mit den Guardia Parques (Park Rangers) kommt die volle Abzenz der Flexibilitaet der argentinischen Guardia Parques und ihres Systems zu Tage: wenn der zahlende Kunde mal mit seinem 7-Tage Permit in Plaza de Mulas steht, gibt es keinen Weg, seinen Permit von 7 Tage auf 20 Tage zu modifizieren, die Differenz

zu bezahlen und auf den Aconcagua zu steigen! MAN MUSS RUNTER NACH MENDOZA UM EINEN NEUEN 20 TAGE PERMIT ZU LOESEN! Es ist unglaublich! Ich moechte alle Guardia Parques erschiessen! Allen voran den jene des "Parque provincial Aconcagua", der in Mendoza hockt! Fuer solche exemplarischen Unfaehigkeiten werden Leute in Europa entlassen. Hier in Argentinien ist sowas noch moeglich. Wacht auf, Argentinier!

Der verschwundene Pole wird gesucht, aber ohne Ergebnis.

Tag 7: Ich trete den Rueckweg an. Ich laufe die 30 km von Plaza del Mulas ueber Stock und Stein via Confluencia und Horcones bis nach Puente del Inca und falle abends mit dicken Beinen ins Hotelbett der "Hosteria Puente del Inca".

Der verschwundene Pole ist jetzt sicher tiefgefroren.

Tag 8: Da ich sowieso nach Mendoza will, mache ich mich auf den Weg und checke abends im Savigliano Hostel ein. Ich will jetzt mal Mendoza anschauen.

Aconcagua? Nochmals hoch? Vielleicht, mal sehen. Andere KTMs stehen vor dem Hostel und so formiert sich schnell eine kulinarische Konsumgruppe welche abends im Zentrum "Parrillada" und "Bife de Lomo" und "Bife de Chorizo" auffahren laesst. Mendoza ist vor allem bekannt fuer seine Weine, aber auch die ueppigen Fleischspezialitaeten sind Spitze. Fuer 19 Pesos (= ca. 8 SFr.) kann man im Restaurant Giovanni "Parrillada Libre" kriegen. Das heisst Fleisch all you can eat.

Die naechsten Tage in Mendoza sind von Besorgungen dominiert. Ich muss neue Caterpillars und neue Levis haben. Ich muss Waesche machen. Usw. Ich gehe die Bodega Lopez besuchen. Und ich gehe uebers Weekend ans Motorradtreffen in San Rafael, wo ich von 2 TV-Stationen interviewt werde sowie den Preis fuer die laengste Anfahrt gewinne.

Unter anderem gehe ich in Mendoza auch zu den "Mountain Shops" welche professionelles Equipment fuer den Aconcagua vermieten und schaue mir das mal an.

Das ganze Geschehen veraendert sich, als ich David aus New Zealand kennenlerne.

Er spielt auch mit dem Gedanken auf den Aconcagua hochzuwollen. Nach 2 Tagen entschliessen wir uns, es zu versuchen.  

Wir kaufen den Gipfel-Permit fuer 20 Tage, Food fuer 20 Tage und mieten Equipment, das den Aconcagua aushalten sollte. Zu unserer Ausruestung gehoeren: windfestes Zelt, Schlafsack bis Minus 30 Grad, Doppelschalenschuhe, Steigeisen, Gaskocher, 8 Gaskartuschen, Daunenjacke, GoreTexhose, 3 Schichten Handschuhe uebereinander, detaillierte Landkarte, GPS, 90+15 Liter-Rucksack usw.  

3. Anlauf, Tag 1: Am SA, 03. Maerz 2007 legen wir wieder los. Wir treffen uns in Puente del Inca, wo ich mein Motorrad wieder einstelle. In Horcones checken wir in den Park ein und hier erfahre ich, dass der tiefgefrorene Pole doch wieder aufgetaucht sein soll. Wir marschieren bis nach Confluencia. Die erste Nacht im neuen Zelt, das sich David gekauft hat, zeigt, dass das 3 kg-Zelt nicht groesser ist als 2 Schlafsaecke. Aber es hat eine gute Standfestigkeit im Wind.

Tag 2: Der lange Tag steht bevor: von Confluencia nach Plaza de Mulas, aber diesmal mit 22 kg Rucksack. Als ich abends die 20 km weit und 1 km hoch hinter mir habe, bin ich fix und fertig. Mit schwerem Rucksack ist es nochmals was anderes.

Tag 3: Ruhetag, Akklimatisation

Tag 4: Wir steigen von Plaza de Mulas auf bis zum Campo Canada auf 5000 m. Wir machen eine grosse Pause um nachher zu beschliessen ob wir noch weiter hoch wollen. Wir wollen und so steigen wir weiter bis zum Campo Alaska auf 5400 m.

Nun ist aber fertig, ich kann nicht mehr. Wir stellen das Zelt auf, und ich will nichts mehr wissen. David steckt das einfacher weg, er hat mehr Training, war schon einige Wochen im Altiplano in Bolivien und Peru. Nachts leide ich unter Kopfweh, Schlaflosigkeit und grossem Durst. Es blaest gnadenlos die ganze Nacht, der Wind ruettelt am Zelt und das Flattern verursacht grossen Laerm. Es ist der Horror zum Schlafen.

Tag 5: Morgens haben wir 30 cm Schnee im Vorzelt. Unsere double boots sind voll Schnee, die Vorraete und der Gaskocher gefroren und vereist. Die boots kriegen wir wieder schneefrei, aber der Gaskocher laesst sich eingefroren nicht zum funktionieren bringen. Das ist aber essentiell. Ab dieser Hoehe gefriert alles und taut nie mehr auf, ausser mit Gaskocher. Wasser gibts nicht und kann auch nicht hochgetragen werden, zu schwer. Wir muessen Schnee oder Eis schmelzen, 5 Liter pro Mann und Tag, und das alleine beansprucht 2 Stunden taeglich. Wir beschliessen heute Akklimatisationstag zu machen und hierzubleiben. Am nachmittag kriegen wir den Gaskocher wieder zum Laufen, mit Hilfe von Hans’ Gaskocher. Hans aus Stuttgart zeltet neben uns und ist alleine unterwegs. Ab nun wird er mit uns aufsteigen.

Tag 6: Wir packen unser Zeug und steigen bei starkem Wind und Schneegeblaese weiter auf. Ueber Campo Nido De Condores erreichen wir abends das Campo Berlin auf 5900 m. Ich bin fix und fertig und lege mich 5 Minuten aufs Eis um wieder Luft zu kriegen und wieder zu Kraeften zu kommen. Dieser heutige Aufstieg um 500 Meter mit 25 kg schwerem Rucksack in so duenner Luft hat mich geschafft. Noch nie war ich so hoch oben. Das Campo Berlin ist das hoechste Lager und wir sind froh, eine leere Bretterhuette zu finden, in welcher 3 Schlafsaecke Platz haben.

Die Tuer fehlt zwar, wir putzen den Schnee raus und verbarrikadieren den Eingang. So muessen wir nicht im windgebeutelten Zelt draussen schlafen. Die Luft hier oben ist so duenn, dass der Koerper viel Fluessigkeit ueber das Atmen verliert. Dementsprechend muss ich viel Trinken. Und dementsprechend muss ich nachts 3 Mal den Schlafsack verlassen um in die klirrende Kaelte und den Wind rauszugehen. Campo Berlin wird als Sprungbrett und als Wartestation fuer den "Gipfeltag" benutzt. Es sind noch 1000 m Hoehendifferenz bis auf den Gipfel. Hoch und wieder runter sollte man in einem Tag schaffen, wenn man gut trainiert und akklimatisiert ist. Bin ich aber nicht. Ab hier kann man mit leichtem Tagesrucksack loslegen und das schwere Zeug stehenlassen. Abends kommt man ja wieder.

Tag 7: Wecker geht los um 06:00 Uhr. Ich gehe raus und sehe, dass wir Glueck haben: der Himmel ist FREI, ich sehe die Sterne. Keine Wolken. Jetzt wirds Ernst. Das bedeutet: Gipfeltag. Wir kochen Wasser aus Schnee, essen Fruehstueck, ziehen Vollmontur an, aber kommen erst um 09:00 Uhr weg. Das Marschieren ueber die Geroellfelder gegen den Berg geht an die Pumpe. Staendig muss ich stehenbleiben, um meinen Pulsschlag wieder runterzufahren und zu Atem zu kommen. Dann gehts weiter. Dann wieder Stehenbleiben und warten bis das Herz wieder normal schlaegt. Und weiter. Gegen Mittag machen wir Rast bei Independencia auf 6400m. Wir besprechen die Lage. Wir muessten schon viel weiter oben sein, um den Gipfel heute zu erreichen. Wir brechen ab. Muessen es morgen nochmals versuchen.

Abends essen wir Spaghetti und schmelzen Schnee fuer den naechsten Tag.

Tag 8: Heute machen wir es besser. Wecker um 05:00 Uhr. Rausschauen. Wir haben ein Riesenglueck, der Himmel ist wieder FREI. Gipfeltag, zweiter Versuch. Trotzdem muss ich wieder Schnee schmelzen, ich habe vor Durst nachts 2 Liter weggetrunken. Und ich will nicht mit weniger als 4 Liter starten. Um 07:30 kommen wir weg. Nach 30 Minuten Aufwaertsmarschieren denke ich: Ich bin ausgepowert, ich bin fertig. Trotzdem laufe ich weiter. Ist auch nicht gerade ein Zuckerschlecken mit Steigeisen einen Schottersteilhang hochzulaufen, dann wieder Schneefelder, dann wieder Schotter. Um 11:00 sind wir bei Independencia.

Schon besser als gestern. Pause. Die Sonne scheint. Wir legen den letzten Zeitpunkt zum Umkehren auf 16:00 fest, egal ob wir oben sind oder nicht. Dann muss man runter, sonst wird es zu spaet, zu dunkel und zu kalt. Weiter. Wir wechseln die Seite des Berges und traversieren ein Schneefeld Richtung La Cueva.

Dort angekommen, ist es 15:00 Uhr, und wir sind erst auf 6600 m. Hans bietet mir eine Cocapille an, die er in einer Apotheke gekauft hat. Fuer den Altiplano. Hilft den Bergbauern, den Inkas und weissichwemnoch. Gibt angeblich Power und unterdrueckt den Hunger. Her damit. Ich stecke die Pille in den Mund. Schmeckt nach Eimalzin oder sowas. Jetzt wird es eng mit der Zeit. Und ab La Cueva wird es immer steiler. Der Aconcagua ist ein Berg, der flach losgeht, aber gegen oben wird er immer steiler und steiler. Verdammt. Ich kaempfe weiter, obwohl ich immer oefter und in schnelleren Intervallen stehenbleiben und Atem holen muss.

Mir ist schon seit La Cueva schwindlig. Ich kann nur noch langsam denken. Ich sehe das ganze Geschehen nur noch wie auf dem Bildschirm und ich sitze auf der Couch und sehe fern und sehe meinen eigenen Film. Es wird langsam surreal.

Trotzdem zwinge ich mich dazu, weiterzugehen, wenn auch langsam.

Auf der Hoehe von 6800 m ist fertig. Ich habe das Gefuehl, dass ich nicht weit vom Kollaps entfernt bin. Der Gipfel ist zwar in Sichtweite. Aber wenn der Kollaps ploetzlich kommt, sacke ich zusammen, rutsche das steile Schneefeld runter und knalle auf Felsen. Dann Guet Nacht. Kein Helikopter fliegt auf 6800m. Die fliegen auf 5000 m. Dann ist fertig. Hans erzaehlt mir von einem Typen, der sich ans Limit gepusht hat und dann in Ohnmacht fiel. Ich will nicht daran denken, sitze auf einem Felsen und probiere klare Gedanken zu sammeln. OK Man, jetzt ist fertig, sage ich zu mir selber. Dein Koerper ist fertig und deine Birne ist schon Bala Bala. Du musst aufgeben. OK ich muss aufgeben. Ich bin zu schlecht vorbereitet an diesen Berg gegangen. Und wir sind zu schnell aufgestiegen. Ja ich gebs zu. Ich kam einfach als Greenhorn hierher und wollte es probieren. Nun hat es nicht funktioniert. Ich muss wieder runter in dickere Luft und zwar schnell. Die argentinische Bergsteigerin Adriana kommt vorbei. Ich kenne sie schon von Plaza de Mulas und bitte sie, ein letztes Foto von mir mit dem unerreichten Gipfel im Hintergrund zu machen. Ich kann nicht mal laecheln auf dem Foto. Ich habe mich also mit dem Gedanken abgefunden, dass ich wieder runter muss. Ich nehme meine Flasche und trinke mit grossen Zuegen einen halben Liter Wasser mit Zitronengeschmack. Danach esse ich ein Cereal Bar. Die paar Minuten Rast tun mir gut.

Ploetzlich hoere ich einen Jodler von oben. Hans muss auf dem Gipfel angekommen sein. Es fehlen nur noch 100 m Hoehendifferenz. Gibt es nicht auch fuer mich einen Weg, weiter hoch zu kommen? Es ist so nah. Wenn ich ganz langsam hochlaufe? Wirklich langsam. Ja und wenn ich den Rucksack hier lasse, dann hab ich auch 6 kg weniger. Ja so koennte es gehen. Ich mache mich auf den Weg. Einen Schritt nach dem anderen. Extra langsam. So wie im Altersheim...... Irgendwann erklimme ich die letzten Felsen.  

ICH BIN OBEN! ICH BIN AUF DEM ACONCAGUA!!! 6962 M! DER HOECHSTE BERG AMERIKAS! YEEEEEEAAAAAAAAHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!




Was yeah? Schnell ein paar Fotos machen, dann ein paar mit David und Hans. Dann muss ich mich hinlegen. Ich bleibe am Boden liegen und probiere wieder zu Atem zu kommen. Verdammt. Die Luft hier ist duenn. So ne Sauerstoffflasche waere mir jetzt angenehm. Haben wir aber nicht. Nach 5 Minuten stehe ich auf. Ich will runter. Ich muss runter. Und ueberhaupt ist es schon 17:30 Uhr. Wir haben gesagt, um 16:00 Uhr kehren wir um, egal ob Gipfel erreicht oder nicht. Ich war vielleicht 15 Minuten oben, ich mache mich auf den Weg nach unten. 

Felsen um Felsen, Stein um Stein. Mit den Steigeisen runterlaufen ist ganz schoen Scheisse. Zum Glueck hab ich noch die Skistoecke, die mir seitlichen Halt geben. Aber runter ist einfacher als hoch, es geht mehr als doppelt so schnell vorwaerts. Bei La Cueva ist Pause angesagt, ich spuere, dass die Luft besser ist. Aber wir haben keine Zeit, es wird bald dunkel. Weiter weiter. Irgendwann kommen wir im Refugio Berlin an. Es ist 21:00 Uhr und die Sonne ist untergegangen, wir haben grad noch Licht um den Weg zu finden. 

In unserer Holzhuette ist aber noch nicht Feierabend. Jetzt muss mal zuerst 2 Stunden Schnee geschmolzen werden, dann muss gekocht werden. Irgendwann koennen wir uns dann dem Schlaf der Gerechtigkeit hingeben.

Tag 9: Wir nehmen es easy und brechen erst um 11:00 Uhr auf. Wir steigen ab bis zum Base Camp Plaza de Mulas. 

Tag 10: Wir laufen von Plaza de Mulas via Confluencia via Horcones bis nach Puente del Inca. 30 km. Zum Schluss noch eine Moerderetappe. Abends im Restaurant laufen wir sehr seltsam herum. Alles tut weh.  

Tag 11: Wir kehren zurueck nach Mendoza ins Savigliano Hostel und probieren uns zu erholen.

Fazit: Die Strategie "Ich hab keine Erfahrung, ich hab keine Kondition, ich hab kein Equipment, ich kenne den Berg nicht, ich nehme keinen Fuehrer und trotzdem will ich es versuchen!" ist ein gewagtes Unternehmen. Aber irgendwie hat es mit Durchbeissen, einer Portion Glueck sowie der noetigen Flexibilitaet im dritten Anlauf trotzdem geklappt. Deswegen gefaellt es mir besonders, diesen Berg bezwungen zu haben.  

Kosten:

Permits: 100 + 100 + 350 Pesos
Food: ca. 200 Pesos, vom Food war am Ende noch die Haelfte vorhanden
Equipment rental: 700 Pesos
Maultiere, die unsere Bags nach Plaza de Mulas brachten, rauf+runter, total: 600 Pesos p.P.
Total: 2050 Pesos, das sind ca. 800 SFr.
Zusaetzlich: Kosten fuer Unterkunft und Verpflegung waehrend der Vorbereitungszeit, Transportkosten nach Puente del Inca, 2x Hotel in Puente del
Inca.........

Byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyye! FastGuido in Mendoza Argentina


10. Feb 2007 Santiago de Chile; Goldmedaille erhalten in Chile

Wie kann man am Ende einer Segelregattawoche in Chile eine Goldmedaille
umgehaengt kriegen auf der steht "1. Platz", obwohl man kein Segelboot hat,
keine grosse Segelerfahrung hat, erst seit einer Woche im Land ist, fast
niemanden kennt und die spanischen Segelbefehle nicht befolgt, weil man gar
nicht versteht, was sie heissen sollen?
Also es war so: schon lange wusste ich, dass ich in Santiago de Chile
vorbeikommen werde. Und schon lange wusste ich, dass Erika aus Basel, eine
Kollegin aus alten Zeiten, nun in Santiago wohnt. 15 Jahre hatten wir uns nicht
mehr gesehen und 9 Jahre wohnt sie hier. Als wir uns dann trafen, nahm sie mich
gleich mit von Santiago nach Concon an der Pazifikkueste. Dort stellte sie mich
im Yachtclub einigen von ihren Freunden vor. Es sollte eine Segelregattawoche
stattfinden, organisiert vom CLUB NAUTICO OCEANICO CHILE. So erhielt ich von
Alejandro das Angebot, einige Tage auf seiner 10m Yacht "VENTARRON" in der
Regatta mitzusegeln. Sie waren bereits zu sechst, aber konnten bei starkem Wind
noch Gewicht brauchen. Da konnte ich nicht nein sagen.

So ging es jeweils morgens los mit Segeln. 32 Segelyachten nahmen an der
"Regata ENTEL PCS Norte 07" teil und kurvten auf dem Pazifik rum. Das
chilenische Militaer war zur Stelle mit einem grossen Motorschiff, von dem die
Startsignale gegeben wurden. Die Helikopter mit dem chilenischen TV und den
Journalisten und den Fotografen donnerten ueber unsere Koepfe hinweg. Mein Job
war auf Befehl Genuasegel hoch ziehen, nach der naechsten Boje Spinnaker
hochziehen und Genua runter, naechste Boje Genua hoch und Spinnaker runter, usw.
In der Zeit von einer Boje zur anderen gab es nicht viel zu tun. Man musste sich
moeglichst aerodynamisch verhalten und moeglichst schwer machen. Der Wind wollte
den Mast seitlich runterdruecken und so mussten wir moeglichst weit aussen
sitzen um Gegengewicht zu geben. Desweiteren musste man noch aufpassen, dass man
beim Schlaefchen keinen Sonnenbrand einfaengt sowie Sandwiches in Empfang
nehmen.

Abends nach dem Segeln, also sagen wir mal so um 23 Uhr, ist in Chile Zeit zum
Nachtessen. Anschliessend war meistens noch Party oder Disco angesagt.
Pflichtbewusstsein vor Augen, wollte ich das chilenische Getraenk PISCO SOUR
nicht nur fluechtig kennenlernen. Aber Achtung: nach 3 PISCO SOUR muss man den
Drink wechseln, sonst hat man einen SOUREN MAGEN.

Am Ende der Regattawoche hatte der Club einen grossen Anlass organisiert. Zuerst
mal gabs Asado. Das ist suedamerikanisch fuer grosses Barbeque. Die Koeche
drehten die Fleischpruegel und der Rauch biss in ihren Augen.

Dann gabs die Praemierung. Zu meiner Ueberraschung wurde unser Team auf die
grosse Buehne raufgebeten. "Capitan Alejandro McDonough" - - - war noch
unter der Dusche. So mussten wir ohne Capitan auf die Buehne rauf. Die
Suchscheinwerfer blendeten. Der Applaus der Menge. Es war mir schon ein Bisschen
unangenehm, hatte ich doch am wenigsten dazu beigetragen und nicht mal an allen
Tagen mitsegeln koennen. Die Fotomodels hier oben machten solche Ueberlegungen
aber schnell wieder vergessen. Naja, ich konnte nichts dagegen tun, mir wurde
eine Goldmedaille umgehaengt auf der steht "1. Platz". Die Blitzlichter der
Fotografen gingen ueber uns nieder.

Als naechstes gabs Bademode-Show. Nicht schlecht, was die Chilenendesigner alles
unter die Leute bringen wollen. Fuer Mutige hatte es Strings, und die
unwesentlichen Mehrinvestitionen der Scheuhen wurden mit wesentlich mehr Stoff
belohnt.

Dann legte auf der Hoehe von 5 Metern der DJ los auf seinem Podest. Mit 80er
Jahre Sound wollte er die Leute koedern, was dann mit "New Sensation" von
INXS auch funktionierte. Aber mit "Material Girl" von Madonna hat er wieder
alles versaut und die Tanzflaeche war leer. Mit "Stayin' Alive" von den
BeeGees (OK das war 70er Sound) kamen die Leute wieder und mit unbekanntem Zeug
wie "Safety Dance" von Men Without Hats hat er sie wieder vertrieben. So
ging das den ganzen restlichen Abend. Man haette es besser machen koennen. Ich
kriegte wieder mal Lust, selber DJ zu machen, aber mein DJ-Koffer mit den CDs
steht in Basel. Wir hatten so Gutscheine, auf denen stand "1 TRAGO". Tragar
heisst schlucken und fuer 1 TRAGO gibts einen Drink. Der Baarkeeper bemass den
Vodkaanteil des Drinks so, als wolle er Langzeitfreundschaften zu seinen Kunden
aufbauen, und nachdem man einige Gutscheine eingeloest hatte, schadete auch der
Misserfolg eines einzelnen Songs der Partylaune nicht mehr ernsthaft.

Die VENTARRON war schon 1982, als sie gebaut wurde, nicht als Rennboot sondern
als Cruiser konzipiert und nun das aelteste Boot des ganzen Teilnehmerfeldes. An
mehreren Tagen waren wir deswegen als Allerletzte in den Hafen zurueckgekehrt.
Es wurde festgestellt, dass wir das Team waren, das am meisten Zeit auf dem
Wasser verbrachte. Wie kann man denn so gewinnen? Nun ja, der Korrektheit halber
muss ich einfuegen, dass wir natuerlich nicht Gewinner im Gesamtklassement
waren, sondern in unserer Kategorie "CLASICOS", wo es total nur 3 Yachten
hat. Die anderen 2 waren aber an dieser Regattawoche nicht erschienen. Und so
konnten wir es gemuetlich nehmen, waehrend sie sich auf den anderen Booten ueber
jeden Fehler gruen und blau aergerten. Der 1. Platz war uns sicher, wir mussten
einfach die Regatta fertigfahren. Voila!

byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyye - FastGuido


25.12.2006 FastGuido in Calafate Patagonia Argentina

1. Deutsch

2. English

3. Français

4. Español

1. Deutsch: Hallo zusammen

Nun bin ich 24 Monate am Reisen, hier mal ein Kurzabriss der letzten Ereignisse:
Okt 05: Nach der Durchquerung von Afrika, Unfall in Suedafrika, Wildschwein in
der Kalahari-Wueste wollte mein Motorrad rammen bei 100 kmh, Ueberschlag,
Spital, Ruecktransport in die Schweiz, 2 Operationen, Genesung,
Physiotherapie...
Juni 06: Back in Suedafrika
Juli 06: Capetown, KTM zum reparieren gebracht
Sept 06: Meine Schwester Nicole stirbt an Knochenkrebs, Beerdigung in der
Schweiz
Okt 06: KTM ist fertigrepariert, die Lausbuben von KTM CapeTown brauchen 3
Monate um ein Motorrad zu reparieren, es ist eine Katastrophe!
Nov 06: Shark Cage Diving, dann nehme ich den Flug von Cape Town nach Buenos
Aires Argentina, KTM ist im Flugzeug unten drin
Dez 06: Fahre in 3 Tagen die 3200 km von Buenos Aires nach Ushuaia runter, der
suedlichsten Stadt der Welt und zuunterst in Suedamerika, von hier an gehts
wieder rauf. Es ist kalt und windig in Ushuaia, es regnet jeden Tag, aber auch
die Sonne schaut mal taeglich rein. Wir sind hier auf dem 55 suedlichen
Breitengrad unten. Hier ist auch der Beginn der Panamericana, der ich mehr oder
weniger folgen werde bis Alaska. Hier hats ein Schild, darauf steht 17800 km bis
Alaska. Aus Erfahrung weiss ich, dass ich etwa die dreifachen Kilometer brauchen
werde.
Auf der Weiterfahrt besuche ich den TORRES DEL PAINE Nationalpark, El Chalten
mit den Bergen FITZ ROY und CERRO TORRE und heute bin ich in Calafate um
Weihnachten zu feiern mit meinem Freund Veloli aus Basel. Ich will noch den
Gletscher Perito Moreno anschauen. Er bewegt sich jeden Tag um 2 Meter in den
See hinein, und 60 m hohe Eiswaende brechen ab und fallen in den See und
verursachen 2 m hohe Wellen.
Ab und zu gibts neue Fotos und Text auf meiner homepage:

http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Nun wuensche ich lustige Weihnachten und schrottfreie Fahrt ins 2007 - FastGuido

02 English: Hello everybody

I am travelling 24 months now, let me summarize the last months:
Oct 06: After traversing Africa, accident in South Africa, warthog wanted to ram
my bike while I rode with 100 kmh, I rolled over, hospital, back to Switzerland
for 2 operations on hand and shoulder, healing phase and physiotherapy...
June 06: back in South Africa
July 06: Capetown, where I bring my bike to the KTM workshop to repair
Sept 06: the funeral of my sister Nicole in Basel Switzerland, who died of bone
cancer
Oct 06: KTM Cape Town finish the reparation of my bike, it took them 3 month,
it's a desaster
Nov 06: Shark Cage Diving, then I take the plane from Cape Town to Buenos Aires
Argentina, KTM is in the bottom of the plane
Dec 06: In 3 days, I ride the 3200 kms from Buenos Aires to Ushuaia, the
southmost town in the world and also the beginning of the Panamericana. It is my
plan to more or less follow the Panamericana up to Alaska. From here on I ride
north, to the TORRES DEL PAINE National Parc, then El Chalten for the mountains
Fitz Roy and Cerro Torre, and now I am celebrating Christmas in Calafate
Argentina with my friend Veloli from Basel. Here I want to go to see the
fascinating Glacier Perito Moreno that moves 2 meters daily into the lake, and
6
0 m high walls of ice break and fall into the lake - wonderful!
From time to time there is new fotos and text on my homepage:

http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Wishing you a merry christmas and a joyful 2007 - FastGuido

03 Français: Bonjour!

Laissez moi vous donner un resume des dernieres mois:
Okt 05: Apres la traverse de tout l'Afrique, j'ai un accident en Afrique du Sud.
Dans le desert Kalahari, un sanglier courrait dans ma moto quand je roulais avec
100 kmh. Je tombe, hopital, transport a la Suisse, ou on m opere. 2 operations
au main et bras. Apres recuperation et physiotherapie...
Juin 06: Au retour en Afrique du Sud
Juillet06: Capetown (Le cap), je apporte ma KTM a KTM Cape Town pour reparer...
Sept 06: Ma soeur Nicole meurt de cancer de os, enterrement a Bale en Suisse
Oct 06: Ma KTM es terminé, KTM Cape Town sont une catastrophe, ils ont besoin de
3 mois pour reparer...
Nov 06: vol de Cape Town a Buenos Aires Argentina, KTM est dans la meme avion
Dec 06: Je conduis dans 3 jours les 3200 km de Buenos Aires a Ushuaia, la ville
plus au Sud du monde. Ushuaia, c'est aussi le commencement de la Panamericana,
que je veux plus ou moins suivre jusqu'a Alaska.
A partir de maintenant je vais conduire au nord.
Je visite le Parc National TORRES DEL PAINE au Chile, El Chalten avec les
montagnes FITZ ROY et CERRO TORRE en Argentine, et aujourd'hui, je suis a
Calafate pour feter Noel avec mon ami Veloli de Bale. Ici je veux voir le
glacier PERITO MORENO qui bouge 2 metres par jour dans le lac, et des murs de
glace de 60 m hauteur tombent dans le lac - fantastique!
De temps en temps je mets des fotos et du text sur ma homepage:

http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Je vous desire joyeux Noel et un bon arrive en 2007! - FastGuido

4. Español: ¡Hola!

Aqui os quiero contar lo que paso los ultimos meses:
Oct 05: Despues de traversar todo Africa, accidente en Sudafrica. Un javali
corrio en mi moto, quando estaba conduciendo con 100 kmh, doy varios saltos,
hospital, transporte a Suiza, 2 operaciones en mano y brazo. Despues
recuperacion, physioterapia...
Junio 06: de vuelta en Sudafrica
Julio 06: Llego a Cape Town (ciudad de cabo), llevo mi KTM a KTM Cape Town para
reparar
Sept 06: el enterramiento de mi hermana Nicole en Basilea Suiza-se murio por
cancer de hueso
Oct 06: se terminan las reparaciones de mi KTM, el taller KTM Cape Town
necesitaba 3 meses, es un desastre
Nov 06: vuelo de Cape Town a Buenos Aires Argentina, la KTM esta abajo en el
mismo avion
Dic 06: conduzco en 3 dias los 3200 km de Buenos Aires hasta Ushuaia, la ciudad
mas al sur del mundo. Aqui tambien empieza la Panamericana. Mas o menos la
quiero seguir hasta Alaska.
Visito el parque nacional TORRES DEL PAINE en Chile, El Chalten en Argentina con
las montañas FITZ ROY y CERRO TORRE y hoy estoy en Calafate Patagonia, donde
quiero visitar el glaciar Perito Moreno, que mueve cada dia 2 metros adentro del
lago. Paredes de hielo de 60 m de altura caen en el lago - fantastico.
De vez en cuando hay fotos nuevas y texto en mi pagina web:

http://www.paulnoyverlag.com/html/bfr_guido.html

Ahora os deseo feliz Navidad, buenas fiestas y un estupendo 2007 - FastGuido

--

Guido in Capetown 2.10.2006

Reisebericht im "bike" (UK Zeitschrift)

Die englische Zeitschrift BIKE hat eine 6 Seitigen Reisebericht veröffentlicht.

Kompletter Bericht download

Einzelne Seiten S1S2S3S4S5S6

Namibia In the heat of cuiseb canyon

Namibia_Jackal_postmortem (bloody dog don't piss on my bike again!)

05 Sept 2005 ZAMBIA Victoria Falls bei Livingstone


Es ist heiss hier in Livingstone. Deswegen ist baden angesagt. Ich schwimme also im Wasser des Zambeziflusses. Es sind keine Krokodile zu sehen, denn hierher trauen sie sich nicht! Die Stroemung zieht. Man kann sich grad noch so an Felsen festhalten. Nur mein Kopf schaut raus aus dem Wasser. Was anders ist als sonst: einen Meter weiter faellt das Wasser 108 Meter runter, und zwar die Victoria Falls runter in die Gorge One. Ich schwimme gerade oben auf der Kante. Wenn ich mich nicht fest genug halte, zieht es mich runter und es werden mir nach dem Wasserfall noch 26 Mal die Haare gewaschen, denn es hat 26 Stromschnellen auf den naechsten 40 km. Eine davon heisst “Devils Toilet”.
Hauptzweck erfuellt: Koerpertemperatur gesenkt! Ich mache mich wieder auf den Weg, denn nun ist BOOZE CRUIZE angesagt. Auf einem zweistoeckigen Boot fahren wir oberhalb des Wasserfalles den Zambezi hinauf. Ich sehe tatsaechlich ein Krokodil und dann durchquert eine Elefantenherde den Fluss. Alles geht ganz langsam vorwaerts. Jeder Elefant haelt sich mit dem Ruessel am Vordermann und so gibt es eine schoene Kette, denn die kleinen und mittleren Elefanten verschwinden fast mit dem ganzen Koerper im Wasser. Es ist zum schreien schoen.

Dann ist es Zeit fuer den Sonnenuntergang. Die rote Scheibe spiegelt sich im Fluss und verschwindet dann im Horizont. Dazu gibt es Nachtessen sowie die Umsetzung des im Prospekt angekuendigten Versprechens: Unlimited alcoholic beverages. Jungle Juice ist mein Favorit, aber das Rezept wollen sie mir nicht verraten. Sie lassen sich nicht lumpen und ich hole die 109750 Quatschas (die zambezische Waehrung heisst wirklich so!) wieder rein.

Wir fahren weiter den Fluss hoch und ich sehe im Wald eine Giraffe. Mit den anderen Teilnehmern tauschen wir die neusten Nachrichten aus.

Deutsche Botschafterin erschossen

Im Juli 05 ist in Zambias Hauptstadt Lusaka die deutsche Botschafterin erschossen worden. Sie kam aus dem Haus und lief zum Auto. Da standen so Typen mit Knarren. Geld her. Schmuck her. Handy her. Autoschluessel her. Als sie alles gegeben hatte, stiegen sie ins Auto ein und wollten sie auch zum Einsteigen zwingen. Sie weigerte sich, da sie nicht vergewaltigt werden wollte. PENG! PENG! toente es aus der Gun. Das Auto fuhr davon, die Frau lag tot am Boden und das Blut lief ueber den Gehsteig. So geht das zu in Afrika.

Wuermer gegessen

Im Jollyboys Backpackers in Livingstone ist zambezisches Buffet angesagt zum Nachtessen. Mit allen anderen stehe ich in der Schlange zum Essen schoepfen. Es gibt Gulasch, Pap, Spinat, usw., aber meine Aufmerksamkeit wird vor allem von einer Schuessel angezogen. Darin hat es schwarze frittierte “Dingers”. Niemand nimmt aus dieser Schuessel. Ich will es wissen. Es sind schwarze frittierte Wuermer, so dick wie Zigaretten. Sie schmecken mehlig und nicht sonderlich appetitlich. Zu meinem Geburtstag wuerde ich also doch T-Bone Steak mit Kroketten bevorzugen.

Jungle Junction Island, die Hippie-Insel

Waehrend ich also die geschoepften Wuermer kaue, hoere ich von einer Hippie-Insel namens Jungle Junction,wo es den Frieden auf Erden geben soll.
Da es sowieso am Weg liegt, fahre ich anderntags 41 km von Livingstone auf der Teerstrasse nach Westen und finde den Abzweiger bei einer 40m grossen Radioantenne. Von hier an geht es 12 km nach Sueden durch den Wald ueber verspurte Sandpisten. Dann stehe ich am Ufer. Mit einem Mokoro (Baumstamm-Kanu) geht es ueber den Zambezi zur Insel Bovu rueber. Es ist wirklich paradiesisch hier auf Jungle Junction. Die ganzen Bauten sind aus Holz, und sonst gibt es nur Natur und Ruhe und Haengematten. Am spaeten Nachmittag mache ich einen Hippo-Ausflug per Kanu und lasse mich den Fluss hochrudern. Wieder sehe ich ein Krokodil und 100 Meter weiter reisst ein Hippo das Maul auf.
Brett und Eveline schmeissen die Insel und abends in der Bar kriegt jeder einen anderen Hut zum Aufsetzen. Ich nehme mir den weissen russischen Pelzhut und sehe aus wie Ivan Rebroff.

Nach drei Tagen habe ich mich erholt und mein Zambia-Visa laeuft ab. Ich nehme bei Kazungula die Faehre und schon bin ich in Botswana.

Thats all folks - muss zum Pool - es hat 34 Grad
byyyyyyyyyyyyyyyyye - FastGuido

Mail von Guido 9.9.2005

29. Aug. 2005 NAMIBIA KAUDOM NATIONALPARK

Ich bin in Tsumkwe, Nordost-Namibia, und will in den Caprivi-Strip um nach Zambia zu gelangen. Ich muss mich entscheiden. Entweder fahre ich den langen Umweg via Maroelaboom-Rundu auf der Teerstrasse, das sind 500 km. Oder ich nehme den kurzen Weg nach Norden durch den Kaudom Nationalpark. Vorteil 1: es sind nur 150 km, also 350 km gespart. Nachteil 1: es ist Tiefsand. Nachteil 2: mein Tank ist voll mit 28 Litern Benzin und ich habe 50 kg Gepaeck. Nachteil 3: Mein ehemaliger Hinterrad-Stollenreifen ist absolut heruntergefahren, die Stollen sind flach und die erste weisse Wand schaut bereits heraus. Es gibt also eine Spulerei, um ueberhaupt vorwaerts zu kommen. Nachteil 4: der Park ist voll von Loewen, Elefanten und Hyaenen. Deswegen wuerde ich waehrend der Mittagshitze durchbrettern, dann sind die Loewen am Faulsten.
Ich favorisiere den kuerzeren Weg durch den Nationalpark und fahre mal die 50 km Tiefsand bis ans Parkgate Zigaretti um zu fragen. Das Gate Zigaretti ist bereits einige Kilometer im Park drin. Man muss dazu sagen, dass diese Nationalparkgrenze weder umhagt noch angeschrieben ist und eigentlich nur auf der Landkarte existiert. Die Tiere laufen rein und raus wie es ihnen beliebt. Hier frage ich den Parkranger, ob es ueberhaupt geht, den Nationalpark zu durchfahren. Er funkt zu seinem Chef, der meint, 1992 sei der letzte Motorradfahrer durch den Park gefahren und seit 1993 sei es verboten. Aha, alte Information hatte mich also zu der unbegruendeten Hoffnung verfuehrt. Ich freunde mich halt nun mit dem Gedanken an, dass ich zurueck nach Tsumkwe und den grossen Umweg antreten muss. Dann frage ich ihn, ob ich nicht westlich via Samagaigai aus dem Park raus und den naechsten Pfad durchs Dickicht ausserhalb des Parks nach Norden hoch fahren kann. Er bejaht und ich lasse mir den Weg ganz langsam und genau beschreiben, will ich doch nicht in einer Sackgasse feststellen, das mir das Benzin ausgeht und zwischen den Loewen uebernachten. Ich fahre also seiner Beschreibung nach, aber nach 5 km bei einem Wasserloch ist es bereits uneindeutig und ich fahre die 5 km zurueck. Um sicher auf dem richtigen Pfad zu landen, lasse ich mir nun einen detaillierten Plan zeichnen. So fahre ich genau dem Plan nach, welcher mich nicht nach Westen aus dem Park fuehrt, sondern nach Norden direkt durch den Park hindurch. Bald schon merke ich, dass der Plan falsch sein muss. Jetzt koennt ihr mir aber in die Schuhe blasen, denke ich. Genug unsinnige Extrakilometer mit Gepaeck im Tiefsand gefahren, jetzt brettere ich durch den Park durch. So fahre ich weiter und hoffe, niemals zu stuerzen und niemals anhalten zu muessen. "Ich komme wegen der Loewen". "Wir kommen wegen den Elefanten". "Unsere Kinder wollen die Loewen sehen" antworteten mir andere Reisende am Vorabend auf die Frage, weswegen sie hierherkamen. Es braucht ein hohes fahrerisches Niveau, mit Motorrad mit vollem Tank und Vollgepaeck und einem abgefraesten Hinterradreifen durch verspurten Tiefsand zu fahren. Es bleiben drei Moeglichkeiten. Entweder man faehrt in der linken 4x4 Spur, dann kann man wenigstens die Kupplungshand einziehen, wenn die Dornengestrueppe zuweit in die Fahrbahn hineinschauen. Oder man faehrt auf dem duennen Mittelbuckel, was die groesste Sturzgefahr beinhaltet, aber weniger Benzin verbraucht. Oder man faehrt in der rechten 4x4 Spur und zieht sich abends die Dornen aus der Gashand. Rechts oder links raus neben der Spur in den Busch zu fahren ist keine Option, denn dort ist alles voll Dornengestruepp, Baeumen und im ausgetrockneten Gras liegen dicke Aeste versteckt. Das Motorradfahren im verspurten Tiefsand geht nur, wenn man mindestens 40 kmh oder mehr drauf hat, sonst ist das Motorrad in diesem Gelaende zu instabil. Und das fuehrt zum Sturz. Am Besten sind 80 kmh, dann ist der Sand bretthart, aber dafuer hat es zu viele Kurven um die Baeume und Buesche herum. Die Geschwindigkeit pendelt sich also irgendwo zwischen 50 bis 70 kmh ein.

So kaempfe ich mich via den Wasserloechern Soncana, Omuramba, Dussi und Tsau gegen Norden, ohne Anzuhalten. Aber 3 km neben dem Wasserloch Burkea verliert der Motor an Kraft, stottert und stellt schliesslich ganz ab. Scheisse! Gerade hier. Ich denke, der Luftfilter ist voll Sand, aber eine Kontrolle zeigt, dass er noch OK ist.

Ich schaue mich wieder um. Dann kann es nur Ueberhitzung des Vergasers sein.

Im hohen vertrockneten beigen Gras ist es sehr unuebersichtlich. Man sieht nichts. Loewen beige, Gras beige, Super! Und ich stehe hier im T-Shirt. Kuehl endlich ab, Scheissvergaser. Soll ich das Zelt aufbauen und einfach darin verschwinden? Loewen greifen keine Zelte an. Ich schaue mich wieder um, nichts zu sehen. Es geht langsam gegen Abend zu, da gehen die Loewen auf Jagd. Oder ein Feuer machen? Das vertreibt zwar die Loewen, aber dann fackelt hier die ganze Gegend ab.

Nach bangen 15 Minuten mache ich einen Kickstartversuch. Der Motor kommt. Schnell weg hier. Ich quaele meinen Kilometerfresser weiter durch den Tiefsand gegen Norden. Beim Wasserloch Kaudom muss ich vorbeibrettern, dort ist auch das Camp mit den Rangern. Wenn die mich sehen, gibts 300 NamibDollar Busse wegen unerlaubtem Parkbefahren. Dass der eine Parkranger selber einen falschen Plan gezeichnet hat, interessiert dann niemanden. Aber was ist das? Als es ein Bisschen offener wird, sehe ich in der Ferne vor mir ueber den Baumwipfeln weitverbreitete Rauchwolken. Buschfeuer? Und das genau im Norden, wo ich durch muss? Vielleicht wollten da jemand die Loewen vertreiben.

Nach weiteren 10 km durch den Wald sehe ich bei einer grossen Lichtung die weitverbreitete Feuersbrunst. Ueberall flackern Flammenherde hoch, und meine Sandpiste fuehrt genau mittendurch. Der Himmel ist schwarz und die rote, bald untergehende Sonne verdunkelt. Ich bin zum Rueckzug bereit und warte in gebuehrendem Abstand. Ich bin in der Zwickmuehle. Vorwaerts geht nicht, Feuer.
Hier bleiben auch nicht, das Feuer kann mich einschliessen und dann guet Nacht. Rueckwaerts geht auch nicht, ich will weg von den Loewen und ihren Wasserloechern, bevor die Nacht hereinbricht. Nach 30 Minuten aufgeregter Warterei entschliesse ich mich, naeher ans Feuer ranzufahren. Tatsaechlich, aus der Naehe sieht es nicht mehr so bedrohlich aus. Ich fahre in den Wald hinein. Alles ist schwarz, der Boden, die angekohlten Baeume, die Buesche sind verbrannt. An vielen Orten brennen noch Restfeuer, welche Rauchwoken verbreiten. Ich fahre weiter hinein. Da vorne ist die Feuerwand, die sich auch langsam nach Norden durch den Wald frisst. Ich stelle das Motorrad auf der Piste hin und laufe 200 Meter. Ich will die Feuerwand von Nahem sehen. Es lodert wie wild. Der Wald ist trocken und das beige Gras am Boden fuehrt die unersaettliche Flammenwand immer weiter. Nun ist aber die Flammenwand links der Piste 10m weniger weit als die rechts der Piste. Das ist meine Chance, da koennte ich vielleicht hindurch ohne gegrillt zu werden. Ich laufe mein Motorrad holen. Ich fahre an der linken Feuersbunst vorbei. Noch 10m bis zur rechten Flammenwand, welche der Wind in die Fahrspur hinein windet. Ich will von der rechten auf die linke Sandspur wechseln. Es geht einfach nicht, wegen dem verdammten Tiefsand. Also dann muss ich jetzt einfach durch. Ich mache die Augen zu und bleibe auf dem Gas. Es wird heiss. Als ich die Augen aufmache, biegt die Spur scharf nach links ab und ich fahre mit Tempo geradeaus in einen Sandhuegel und das Motorrad stuerzt. Shit! Ich schaue nach hinten. 8 Meter bis zur Flammenwand, und sie ist unterwegs in meine Richtung. Schnell antreten. Natuerlich ist der Elektrostarter gerade im Urlaub. Kicken kicken kicken, komm endlich! Die Kiste springt an und ich lasse das Hinterrad durchdrehen um auf Touren zu kommen. Nur langsam kriege ich Speed (kein Wunder ohne Stollen) und verfolge die Spur, die in die Dunkelheit fuehrt. Die Sonne ist weg, mein Scheinwerfer schneidet eine Schneise ins Schwarz. Ich will weg hier. Ich will Distanz machen zum Feuer. So muehe ich mich weitere 30 km durch den Wald ab, bis ich links in der Dunkelheit ein Feuer sehe. Ich halte an und finde ein Eingeborenendorf. Ich stelle das Motorrad ab. Niemand da. Ich rufe Hello Hello. Ich gehe auf das Feuer zu. Hello Hello. Langsam kommen Gestalten aus dem Dunkeln. Schwarz auf schwarz, ich sehe nur die Umrisse. Einer spricht Englisch. Alle laufen nun zusammen um zu betrachten, was hier mit so viel Laerm dahergefahren kommt. Sind sie wegen dem Laerm meines Auspuffs verschwunden? Ich koennte erzaehlen, ich sei der Donnergott.

Ich mache sie darauf aufmerksam, dass ein grosses Feuer unterwegs ist. Sie haben keine Autos und kein Strom, aber sie wissen es schon. Ich kann in dem Dorf mein Zelt aufstellen und hoffe, dass das Feuer nachts keine 30 km schafft. Maenner, Frauen und Kinder sitzen um ein Feuer herum. Ich ziehe meine in Namibia gekaufte Flasche “Witblitz 66 Prozent” hervor und schenke ein, in die Blechtassen der Maenner. Sie nehmen einen Schluck und verdrehen die Augen. “Very strong, he he” sagen sie.

Am naechsten Morgen sind es noch 40 km Tiefsand bis zur Teerstrasse hoch, welche mich via Caprivi Strip (kein Stripschuppen!) und Katima Mulilo nach Sambia fuehrt, wo ich in Livingstone die Victoria Falls anschauen will. Hab gehoert man kann da gratis duschen.

byyyyyyyyyyyyyyyyyyyyye - FastGuido

Leider kein Foto dazu, denn meine Kamera ist noch immer k.put und wird erst in Kapstadt geflickt.

SMS von Guido 30.8.2005 18:30

Sitze grad auf Flossbar auf dem Sambezi+grad jetzt geht d blutrote Sonne unter mit Windhoek Lager in der Hand. -Hab gestern Kaudom Nationalpark (verbotenerweise) durchquert. Tiefsand endlos-mit Gepäck +3km vom Löwentümpel Motor überhitzt. Abgestellt-fuk-dann Park verlassen unmöglich weil Waldbrand-bin nach 30min Warten durch Brand durchgefahren-wollte nid v Löwen gfressen werden- 10m nach Feuer im Tiefsand auf Fresse gflogen- Feuerwand kommt- konnte noch ankicken (Estarter im Urlaub) TUDO BEM! = alles gut [portug.]

Mail von Arne 12.8.2005

Home sweet Germany...

Hallo Leute,

Mittlerweile schreib ich aus Deutschland, hab einiges erlebt in der letzten

Zeit. Ich machs aber kurz:

Ich war ungefähr 5 Wochen bei Dirk in seinem Backpackers in Tsumeb. Die Zeit

dort hab ich sehr genossen und eigentlich gar nix getan-die ganze Zeit lang.

Mal ein bisschen Fern geschaut, gelesen, geschlafen…alles was ich halt